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Tagebuch 2010 von Susanne Volkmann |
10. Spendentransport nach Nepal |
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| Das Team November 2010 |
Susanne Volkmann
(Projektleiterin Bal-Balika-Nepal, MTA)
Susanne.Volkmann@henkel.com
Susanne Frese-Buthmann (Augenärztin)
Wolfgang Buthmann (Jurist)
Inge Mewes (Allgemeinärztin)
Stefan Redlich (Arzt)
Stephanie Paffrath (Gemälderestauratorin)
Marika Guillaume (Hausfrau)
Dirk Volkmann (Betriebswirt)
Ines von Rosenstiel (Projektleiterin MCC Kinderärztin)
Nielske Weegelaar (Kinderärztin)
Ans van Breukelen (Schulärztin)
Maike van der Heiden (Kinderärztin)
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Joost Overgauw (Hausarzt)
Peter Bot (angehender Kardiologe)
Romaine Landsbergen (angehende Ärztin)
Ada Neuwen (Fotografin),
Antoinette Neuwen (Kinderpsychologin)
Barbara Uetz (Kinderärztin) und
Ina von Rosenstiel (Volkswirtin)
Barbara Datson (Projektleiterin Chance for Nepal, Psychologin)
Trisha Whitehead (Zahnärztin)
Rebecca Davie (Hausfrau) und
Camaruh Nisa (Manager)
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Das Tagebuch 2010 |
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Copyright
© 2001
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Donnerstag 4.11.2010
Endlich ist es wieder soweit. Planungen, Vorbereitungen, Organisationen und Fundraising liegen hinter uns, und es geht wieder nach Nepal zu unserem 11. Spenden –und Hilfstransport in Kathmandu.
Das Bal-Balika-Team ist dieses Jahr 8 Mann/Frau stark und trifft am 5.11.10 auf das Team von Medical Checks (MCC, Holland) und auf das Team von Chance for Nepal (England). Schon seit Jahren arbeiten wir in Kathmandu zusammen.
Unser Team bestehend aus:
Susanne Frese-Buthmann (Augenärztin), Wolfgang Buthmann (Jurist) Inge Mewes (Allgemeinärztin), Stefan Redlich (Arzt), Stephanie Paffrath (Gemälderestauratorin), Marika Guillaume (Hausfrau) , Dirk Volkmann (Betriebswirt) und mir. |
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Susanne
Frese-Buthmann (Augenärztin) |
Wolfgang Buthmann (Jurist) |
Inge Mewes (Allgemeinärztin) |
Stefan Redlich (Arzt) |
Stephanie Paffrath (Gemälderestauratorin) |
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| Marika Guillaume (Hausfrau) |
Dirk Volkmann (Betriebswirt) |
Susanne Volkmann (Projektleiterin) |
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Marika ist es in diesem Jahr gelungen in ihrem Golfclub (Golfclub Mettmann e.V.) mit den Ladies Captain Barbara Joistgen und Bea Schickenberg ein Golfturnier zu organisieren!! Der Erlös kam Bal-Balika-Nepal zu Gute!!! Besten Dank auch!!!!! Außerdem konnte sie noch von weiteren Freunden und Freundinnen Geld für unser Projekt einsammeln. Ganz lieben Dank! Im Tagebuch werde ich noch beschreiben, welche Projekte von diesem Geld unterstützt werden.
Stefan hat Dank IKF Pneumologie Frankfurt und Herrn Dr. Oliver Kornmann und Herrn Dr. Andreas Eich und Team zwei Haemocues und ein Pulsoximeter (med. Messgeräte zur Bestimmung des Hb-Wertes und der Sauerstoffsättigung) und das dazugehörige Equipment für unser Projekt erhalten. Auch hier ganz, ganz herzlichen Dank
Und Stefanie hat Geld für die Hygieneschulungen in unserem Projekt einsammeln können, um die vielen, vielen Seifenstücke einzukaufen.
Danke für die Unterstützung seitens der Firma AG & CO.KGaA
Es gab Geburtstage, Feiern und Feste und so kamen noch einige Euros zusammen, ganz herzlichen Dank an die Spender, die weiterhin an unser Projekt glauben!!!
Auch das englische und holländische Team hat sehr viel an Spendengeldern und Sachspenden in diesem Jahr zusammentragen können. Denn nur so ist es möglich in Nepal für die Kinder zu arbeiten!!! Besten Dank! |
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Das Team von Ines von Rosenstiel (MCC) bestehend aus:
Ines von Rosenstiel (Kinderärztin), Nielske Weegelaar (Kinderärztin), Maike van der Heiden (Kinderärztin), Ans van Breukelen (Schulärztin) , Joost Overgauw (Hausarzt), Peter Bot (angehender Kardiologe), Romaine Landsbergen (angehende Ärztin), Ada Neuwen (Fotografin), Antoinette Neuwen (Kinderpsychologin) Barbara Uetz (Kinderärztin) und Ina von Rosenstiel (Volkswirtin) |
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| Ines von Rosenstiel (Kinderärztin) |
Nielske Weegelaar (Kinderärztin) |
Maike van der Heiden (Kinderärztin) |
Ans van Breukelen (Schulärztin) |
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| Joost Overgauw (Hausarzt) |
Peter Bot (angehender Kardiologe) |
Romaine Landsbergen (angehende Ärztin) |
Ada Neuwen (Fotografin) |
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| Antoinette Neuwen (Kinderpsychologin) |
Barbara Uetz (Kinderärztin) |
Ina von Rosenstiel (Volkswirtin) |
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Das Team von Barbara Datson (Chance for Nepal) bestehend aus:
Barbara Datson (Psychologin), Trisha Whitehead (Zahnärztin), Rebecca Davie (Hausfrau) und Camaruh Nisa (Managerin) |
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| Barbara Datson (Psychologin) |
Trisha Whitehead (Zahnärztin) |
Rebecca Davie (Hausfrau) |
Camaruh Nisa (Managerin) |
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Am Freitag um 16:00 treffen wir uns alle im Happy Valley Guesthouse in Boudnath / Kathmandu. Die Freude ist riesig, einige Teammitglieder kennt man schon von den vergangenen Jahren unserer Arbeit in Kathmandu.
Wir bereden unser medizinisches Karusell, diesmal haben wir 2 Spezialisten dabei, Susanne, die Augenärztin und Trisha die Zahnärztin. Wir überlegen, wie wir nun die Reihenfolge in unserer Arbeit vor Ort am besten organisieren. Am Abend packen wir noch die medizinischen Taschen für unsere Arbeit am Samstag im Marinka Home. Ein kleines Waisenhaus. Hier leben 33 Straßenkinder. |
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Samstag 6.11.2010
Wir laufen voll gepackt zum Marinka House. 33 Kinder, sowie Martine (die Gründerin dieses Waisenhauses), holländische Volontäre und nepalesische Mitarbeiter warten auf uns. |
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Ein schönes, großes, freundliches und sehr sauberes Waisenhaus. Die Kinder, die hier leben werden alle auf der Strasse „gefunden“. Oft haben sie keine Eltern, oder die Eltern sind so arm, dass sie sich nur von Müll ernähren können......Hier haben sie die Chance zu wohnen, zur Schule zu gehen und einen Schulabschluss zu machen.
Schnell haben wir unser medizinisches Karussell aufgebaut. Zusätzlich zur Hb-Messung (Parameter für Blutarmut = Anämie), Länge, Gewicht und Kopfumfang (Parameter für Unterernährung), sowie Sauerstoffsättigungsgehalt im Blut (Parameter für evtl. Lungen oder Herzkrankheiten) und die eigentliche medizinische Untersuchung der Kinder durch die Ärzte; Augenärztin und die Zahnärztin haben wir neben der Apotheke zum Schluss noch eine weitere Station hinzugefügt: „die Hygieneschulung. Hier wird erklärt wie man sich richtig die Hände wäscht und die Zähne putzt. Dies ist eine Maßnahme, damit die Infektionsrate der Kinder deutlich abnimmt
Nach der Hygieneschulung erhält jedes Kind eine Zahnbürste, eine Zahnpasta und ein kleines Spielzeug. Die Freude ist so groß. |
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Sonntag 7.11.2010
Unser Team hat heute frei, da die Nepalesen ihr großes hinduistisches Fest Diwali (Lichterfest) feiern......
„Anordnung von Lichtern, „Weg des Lichts“), das Lichterfest, ist ein bedeutendes mehrtägiges hinduistisches Fest in Indien, Sri Lanka und Nepal sowie anderen vom Hinduismus geprägten Ländern.. Das Fest kann auf Grund seiner spirituellen sowie sozialen Bedeutung und seines fröhlichen Charakters mit Weihnachten verglichen werden. Diwali beginnt immer am fünfzehnten Tag des Hindumonats Kartik (Ende Oktober/Anfang November), 20 Tage nach Dasahra, zu Neumond. |
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Wesentliches Element von Diwali sind die Lichter. Waren es ursprünglich nur kleine Öl-Lampen – in Reihen an Fenster oder Eingänge gestellt – sind es heute zunehmend elektrische Lichterketten, die Wohnhäuser, Geschäfte und Straßen im ganzen Land erleuchten. Manchmal hängt man Lampen in Bäume und platziert Kerzen auf den Dächern. Nach einer Deutung dieses Brauchs zeigen die Lichter den Pitris, den Geistern der Toten, den Weg in das Land der Seligkeit. An das christliche Allerseelen erinnern auch die Bräuche z. B. in Bengalen (Ostindien), wo man zu Diwali die schwarze Göttin Kali verehrt, die den Tod und die Überwindung des Todes symbolisiert. Schon Tage vor dem Fest werden überall auf den Straßen Knallfrösche und anderes Feuerwerk entzündet, am Feiertag selbst kracht und knallt es überall, ähnlich wie in Deutschland zu Silvester. |
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Montag 8.11.2010 |
Heute treffen wir wieder Frau Prami Shresta und ihre Mitarbeiter. Prami ist uns sehr vertraut, da wir sie nun schon seit vier Jahren kennen und das kleine Krankenhaus in Hattiban seit drei Jahren unterstützen. Die Hattiban Poli-Klinik wurde vom deutschen Hattiban-Förderkreis gegründet.
Hier werden Nepalesen aus den umliegenden Dörfern kostenlos behandelt. Dort arbeiten zwei Healthworker. Die Fahrt nach Hattiban ist wunderschön, wir fahren eine Stunde bei strahlend blauen Himmel durch die so typische nepalesische Landschaft, die ich so gerne mag
Wir werden in Hattiban wieder so freundlich mit einer kleinen Zeremonie von den Mitarbeitern von Frau Prami Shresta begrüßt. |
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Schnell ist unser medizinisches Karussel aufgebaut und es geht los......
Es ist sehr schön zwei Spezialisten hier das erste Mal mit zu haben. Susanne, die Augenärztin hat viel Spaß an ihrer Arbeit und untersucht den Augenhintergrund der Kinder. Sie hat an diesem Tag nur 1 Brille an einen kleinen Jungen gegeben, der bereits –5 Dioptrin hatte. Als er die Brille aufzog war er ganz begeistert seine Umwelt so klar und deutlich wahr zunehmen. |
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| Trisha, die Zahnärztin hat sehr viele Zähne gezogen. Sie erklärt uns am Abend beim Feedbackgespräch, welche Art von Zähnen sie gezogen hat und zeigt uns die gezogenen Zähne, die in einem wirklich furchtbaren Zustand sind. Ada assistiert nach nur einem Tag schon wie ein Profi, morgen wird jemand anderes von den „Nichtärzten“ angelernt. |
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Wir sehen heute 135 Kinder. Das schöne daran ist, dass es den Kindern sehr viel besser geht als vor 4 Jahren. Wir können hier sehen, dass unsere Hilfe in diesem kleinen Dorf in den vergangenen Jahren so viel gebracht hat. Der Healthworker aus der Klinik ist sehr gut durch uns angelernt worden, wir sehen sehr viel mehr Medikamente in der kleinen Apotheke der Klinik als in den Jahren davor. Hier hat die Hilfe zur Selbsthilfe in nur 4 Jahren sehr gut funktioniert. Wir werden darüber nachdenken, nächstes Jahr ein Dorf in der Umgebung von Hattiban in unsere Arbeit aufzunehmen, da wir hier unsere Arbeit erst einmal abschließen können.
Marika hat ja Dank ihrer lieben Freundinnen viel Geld für das Nepal Projekt sammeln können. Im vergangenen Jahr konnte sie ein Kind (Laxmi Shresta) aus dem Dorf unterstützen und nun bespricht sie mit Frau Prami Shresta eine langjährige Patenschaft für die kleine Laxmi. Einfach toll!, zumal wir auch wissen, das die Spendengelder hier auch direkt ankommen und wir es auch jedes Jahr weiter verfolgen können....Danke an die „Mädels nach Mettmann“!!!! J
Abends treffen wir uns wieder alle zu unserem Feedback Gespräch. |
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Dienstag 9.11.2010
Wir fahren heute zum Swarga Children Home und dort leben 19 geistig und körperlich behinderte Kinder. |
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Das Swarga Children Home hat eine wunderschöne und liebevolle Atmosphäre. Die Leiterin ist Joyce, eine Holländerin und der Heimleiter ist Krishna, ein Nepalese.
Beide haben alles bestens für uns vorbereitet, außerdem haben sie drei Schulen in der Umgebung gebeten zu uns zu kommen, so dass wir die Schüler medizinisch untersuchen können.
Auch die nepalesischen Helferinnen von Swarga aber auch die holländischen Volontäre gehen so wunderbar und liebevoll mit den Kindern um.
Wir untersuchen heute über 260 Kinder. Vom Säugling (17 Tage) bis zu den 13-jährigen Schulkindern. Susanne verteilt heute doch sehr viel mehr mitgebrachte Brillen und Trisha zieht heute so viele Zähne. Die Kinder bei Trisha sind unendlich dankbar, dass ihnen die schmerzenden Zähne gezogen werden. Und nicht immer wird nur ein Zahn gezogen. Keine Schreierei, kein Muks, gar nichts...im Gegenteil, sie umarmen Trisha oder küssen sie zum Abschied. Kaum eines der Kinder hat je einen Zahnarzt gesehen. Zahnärzte werden hier in Nepal so dringend gebraucht!!!!! |
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Mittwoch 10.11.2010 |
Heute fahren wir mit Frau Prami Shresta in ein typisches Nepali-Dorf (Dharmasthali), abseits von Kathmandu. Die Organisation von Prami unterstützt sehr arme Frauen. Sie verteilen „Microcredits“ (Mikrokredite sind Kleinstkredite von einem Euro bis unter 1.000 Euro an Kleingewerbetreibende überwiegend in Entwicklungsländern) an diese Frauen, damit können diese wieder anfangen zu arbeiten. Ob in der Landwirtschaft, oder in der Schneiderei oder mit einem kleinen Geschäft. Viele von diesen Frauen wissen oft nicht mal ihren Namen und so erhalten sie von Pramis Organisation eine fundierte Grundausbildung, somit auch ein bisschen mehr Selbstvertrauen und damit lernen sie auch ihre eigenen persönlichen Rechte auch näher kennen.
Prami und ihre Mitarbeiter haben diesen Tag wieder sehr gut organisiert. Neun Frauen aus der Organisation sind mit rausgefahren um uns zu begrüßen. Ein ganz großer Empfang, zum Schluss stimmen die Nepalesinnen noch mit einem Lied
„For he’s a jolly good fellow „ ein. |
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Unser Team baut schnell die Geräte auf, zwei Räume sind für die Augenärztin und die Zahnärztin gefunden, und dann geht’s auch schon los.
Aus einer umliegenden Schule bekommen wir 10 fleißige Helfer und Helferinnen zur Verfügung gestellt!!! Sie sprechen alle sehr gut englisch und sind sehr, sehr hilfreich bei den Übersetzungen. Auch hier unterstützt Marika mit den mitgebrachten Spendengeldern die Organisation von Frau Prami Shresta. Auch hier nochmals einen ganz großen Dank an die großzügigen Spender von Marika!!!!
An diesem Tag sehen wir 290 Kinder |
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Donnerstag 11.11.2010
Heute ist ein besonderer Tag für Dirk und mich. Wir sehen unsere kleine Freundin Evina Tamang wieder. Seit vergangenem Jahr unterstützen Dirk und ich Evina nun auch finanziell, damit sie erst mal einen Schulabschluß machen kann und eventuell später auf ein College gehen kann.
Herr Kathry kommt heute morgen mit seinem Motorrad und Evina schon ganz früh morgens zu unserem Guesthouse. Wir freuen uns so sehr Evina wiederzusehen!! Sie ist so schüchtern, aber strahlend vor Freude begrüßt sie Dirk und mich. Wir genießen zusammen einen Tee
Stolz präsentiert sie uns ihr Zeugnis! Sie ist zweitbeste der Schule!!!!! |
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In der Jalupa Schule haben wir die vergangenen Jahre gearbeitet. Barbara Datson hat diesen Kontakt durch Father Greg hergestellt. Father Greg, ein Jesuitenpater aus Amerika lebt seit 18 Jahren in Nepal und kümmert sich um die ethnische Minderheit der Bevölkerung, die Tamangs. Je weiter man sich vom Kathmandu-Tal entfernt und die hinduistischen Newar hinter sich lässt, desto häufiger trifft man auf die buddhistischen Tamangs. Davon leben in Nepal etwa 800.000. Die meisten von ihnen sind Bauern, die von dem leben, was sie produzieren. Das Projekt von Father Greg arbeitet mit der Charity Organsiation Shenpen zusammen, die durch den berühmten Lama Coeki Nyma Ringpoche gegründet wurde. Leider musste Father Greg das Land verlassen und nun hat ein Nepalese (Herr Phanindra Kathry) die Schule übernommen.
Heute teilt sich das Team. Meine Gruppe arbeitet in der Jalupa Schule und Barbaras Team arbeitet in der Green Hill Schule auch in Kathmandu. (dort werden an diesem Tag 200 Kinder untersucht und behandelt)
Evina fährt mit uns im Bus zur Schule. All, die Kinder aus der Vorschule warten schon auf uns.....Herr Phanindra Kathry hat die Schule in den vergangenen drei Jahren wirklich vorangebracht. Es gibt eine Bibliothek mit über 2000 Büchern, einen Computerraum und einem naturwissenschaftlichen Raum. Evina führt mich voller Stolz durch diese neuen Räume! Toll, wenn ich so rückblicke, was hier so auf die Beine gestellt wurde.
Auch hier arbeiten wir wieder sehr effizient, Wir untersuchen 210 Kinder, und das erfreuliche ist auch hier, dass es den Kindern gesundheitlich besser geht. Ich freue mich sehr! Schnell laufe ich noch mit Evina und Herrn Kathry zum Mädchenwohnheim von Evina, es wird von zwei Bambini Schwestern (Orden aus Italien) geleitet. Für jedes Kind (50 Mädchen schlafen in einem Schlafraum) gibt es eine Zahnbürste und Zahnpasta, zusätzlich bringe ich noch Stifte, Kreide und Spielzeug für alle mit. |
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Am Ende unserer Arbeit hat die Jalupa Schule eine ganz besondere Zeremonie vorbereitet. Vier wunderschöne Mädchen in Nepali-Tracht tanzen zu Nepali-Musik! Außerdem gibt es Ansprachen von den älteren Schülern und dem Direktor der Schule, zum Schluss erklingt laute Pop-Musik unser Team wird aufgefordert zu tanzen. Wir haben alle großen Spaß!!!! |
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Freitag 12.11.2010
Wir fahren heute früh zur Triple Gem-Schule. Dieser Kontakt ist durch Barbara Datson und den Lama Kondam entstanden. Barbara unterstützt dieses Projekt finanziell. Die Triple Gem Schule ist eine Schule für buddhistische Kinder, eine Tagesschule, aber auch ein Internat. |
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Die Kinder kommen alle aus sehr, sehr armen Verhältnissen. Wir bauen unser med. Karussell im Schulhof auf. Auch hier ist die Organisation wieder mal perfekt. Wir haben drei Lehrerinnen, die uns bei der Registrierung der Kinder helfen und weitere Lehrer und Lehrerinnen, die uns beim Übersetzen ins Englische unterstützen. Die Hygieneschulung wird nach einer theoretischen Einführung an die älteren Schülern übergeben.
Wir untersuchen die Kinder, und wir hören von der 7-jährigen Laxmi, dass ihr Vater vor 2 Jahren gestorben ist und die Mutter nun mit nur 33 Jahren an Brustkrebs stirbt. Leider hat Laxmi keine Verwandten mehr, die sich um sie kümmern. Schnell sendet Quam ein Mail nach England, damit in ihrer Abteilung Geld gesammelt wird, um Laxmi ins Internat von Lama Kondon zu schicken. Hier leben 16 Kinder, die alle eine fundierte Schulausbildung erhalten. Schon nur nach kurzer Zeit erhält Quam die Nachricht, dass das Geld aus England für die kleine Laxmi bereit steht. Wunderbar wie alles funktioniert und wir sind überglücklich, das Laxmi schon in den nächsten Tagen ins Internat ziehen kann.
Susanne und Wolfgang sind heute in die Tilanga Augenklink gefahren und treffen dort auf Dr. Sunam Thapa. Sie besichtigen die Augenklinik und Susanne ist begeistert auf welchen neusten Stand der Technik diese Augenklinik ist. Dr Thapa führt sie durch die Augenklinik |
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Samstag 13.11.2010
Wir fahren heute wieder zur Triple Gem Schule, und untersuchen noch mal 200 Kinder an diesem Tag. Als letztes kommt der kleine Sunil der einen starken Herzfehler hat. Er wurde als Kleinkind schon mal am Herzen operiert, nun braucht er teure Medikamente (Kosten im Monat 6,00€), die kann seine Mutter nicht aufbringen. Der Junge wird durch unser Team besonders untersucht und wird zu einer weiteren Operation ins Krankenhaus überwiesen, damit er nochmals operiert werden kann, da seine Überlebenschancen einfach zu gering sind. Antoinette hat in Amsterdam eine Stiftung für herzkranke Kinder in Nepal gegründet, und auch hier ist wieder ganz schnell Geld zusammen, so dass Sunil schon am nächsten Tag in Kanti-Children-Hospital auf die Kardiologie kommt, um dort noch mal operiert zu werden. Super!!!! |
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Sonntag 14.11.2010
Heute treffe ich mich noch mal mit meiner Freundin Evina Tamang. Dirk musste leider geschäftlich nach Peru, so nehme ich noch Marika und Stefan mit. Zu dritt besuchen wir den Zoo von Nepal. Highlight des Zoobesuchs ist der Ritt auf einem Elefanten. Evina ist so glücklich. Gemeinsam schlendern wir durch den Zoo, und unterhalten uns ein wenig und genießen die Gemeinsamkeit.
Der Abschied am Nachmittag fällt schwer. Ich verspreche Evina nächstes Jahr wieder zu kommen.... |
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Das Team packt nun für dieses Jahr wieder einmal die Taschen, ordnet und sortiert die Papiere und nimmt so langsam Abschied von Nepal. Jeder genießt den freien Nachmittag mit einem Besuch im Kopan Monestry, Pashupatinath, Boudnath oder einfach die Sonne Nepals. |
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Insgesamt haben wir in den sieben Tagen über 1400 Kinder untersucht und behandelt, Überweisungen fürs Krankenhaus ausgestellt, aber auch an Spezialisten überwiesen. Trisha hat in der Zeit unglaublich viele Zähne gezogen, aber auch Füllungen gesetzt. Die Erfahrung das erste Mal einen Zahnarzt dabei zu haben war sehr sinnvoll und auch sehr notwendig. Susanne hat viele Kinder an den Augen untersucht, auffallend war aber, dass die Nepali-Kinder kaum Brille tragen, Dank ihrer guten Augen.
Das Team war in diesem Jahr mit 23 Mitgliedern sehr groß, der Zusammenhalt zwischen allen Teammitgliedern war sehr gut. Es hat viel Spaß gemacht mit jedem einzelnen zu arbeiten.
Ich habe die Zeit in Nepal wieder sehr genossen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht hier zu arbeiten. Dank der guten Teamarbeit konnten wir auch in diesem Jahr wieder einiges bewegen. Nach vier Jahren medizinischer Untersuchungen in der Hattiban Klinik können wir hier erst mal unser Projekt abschließen, da die Kinder dort jetzt relativ gesund sind und unsere Arbeit vor Ort von sehr großen Nutzen für die Dorfbewohner aber auch für die Healthworker und Schwestern der Klinik war. Und das ist einfach sehr schön zu sehen und zurückzuverfolgen, von den Anfängen bis heute. Hier hat die Hilfe zur Selbsthilfe so richtig gut funktioniert.
Es gab wieder viele fröhliche Momente, aber auch Zeiten, Begegnungen und Eindrücke die mich, aber auch das Team sehr bewegten. Vor allem die kleinen Geschichten des Alltages in Nepal mit den Kindern, den Alten, den religiösen Menschen, den Bettlern, was haben wir in dieser Zeit so alles erlebt..., gerade diese sind so bedeutende Momente für mich. Nun in Deutschland angekommen, habe ich Zeit ein bisschen zu reflektieren, und meine Kraft und Energie für Nepal 2011 einzusetzen.
Ich danke dem Team („Kathmandu Mission 2010) für die wunderbare Arbeit in Nepal. Ein großes Danke an die Zusammenarbeit mit Dr. Ines von Rosenstiel (Medical-Checks-for-Children) und Barbara Datson (Chance for Nepal).
Einen medizinischen Report finden sie auf meiner Homepage „Medical Report 2010.
Aber auch ein großer Dank an dieses wirklich tolle und so große Team in diesem Jahr!!!!
Susanne Volkmann, Dezember 2010 |
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Danksagung
Wir möchten uns bei der Firma Henkel AG & Co KGaA in Düsseldorf für die finanzielle Unterstützung bedanken.
Eine große Unterstützung war uns auch die Hilfe des MIT-Teams.
Mein Vorgesetzter Herr Dr. Bock und meine Kollegen haben mich bei unserem Projekt unterstützt.
Großer Dank an die Deutsch-Nepalesische Gesellschaft und Herrn Honorarkonsul Ram Thapa, der uns in allen Nepal Fragen zur Seite stehen.
Danke an das Design Studio Venek und besonders Herrn Schmitz, der uns die Homepage für das Bal-Balika-Projekt (www.Kinder-Nepals.de) erstellt hat
Danke an GeKu Freynhagen und Herrn Horst Rose, der uns immer wieder in Sachen med. Equipment unterstützt.
Danke an Frau Dr Eva Kuczewski-Anderson, die uns so hilfreich in Tibet-Fragen unterstützt. (www.dakini-netzwerk.de)
Weiteren Dank geht an die BKK Chemie Partner für große Mengen an gespendeten Zahnbürsten.
Danke an den Golfclub Mettmann e.V.
Ein Dank an IKF Pneumologie Frankfurt , Herrn Dr. Oliver Kornmann und Herrn Dr. Andreas Eich und Team
Danke an die Zahnärzte Ayse und Orhan Erönder, die uns mit Zahnpasta unterstützt haben.
Den herzlichsten Dank an alle nicht namentlich aufgeführten Freunde, Familienangehörige, Bekannte und Kollegen – ohne deren Hilfe, Unterstützung und Anregungen dieses Projekt niemals laufen könnte |
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